Mitteilung der Altenheimseelsorge Bistum Fulda
Im Fuldaer Land begegnet man ihnen immer wieder: den engagierten Ehrenamtlichen des Internationalen Gideonbundes e. V. Sie verteilen Bibeln, Kalender und ermutigende Lektüre und haben dabei stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen.
Seit 1956 leistet der deutsche Zweig des Bundes diese wertvolle und beständige ehrenamtliche Tätigkeit in Schulen, Justizvollzugsanstalten sowie in Alten- und Pflegeheimen der Region.
Gerade in der Osterzeit, in der Christen weltweit die Botschaft von Hoffnung und Neubeginn feiern, sehen die Ehrenamtlichen ihren Auftrag besonders deutlich.
„Die Osterbotschaft erinnert daran, dass selbst in schwierigen Lebenssituationen ein neuer Anfang möglich ist“, heißt es aus dem Gideonbund.
Mit großem Herz und unermüdlichem Einsatz schenken die Mitglieder – darunter langjährig Engagierte wie Helmut Rensch, Gerhard Röchow, Peter Hölzer und Dr. Norbert Höhl – den Menschen in diesen Einrichtungen nicht nur gedrucktes Wort, sondern vor allem spirituelle Impulse und menschliche Zuwendung.
Ihre regelmäßige Präsenz, auch bei Großveranstaltungen wie Landesgartenschau oder Hessentag, und die Weitergabe von Hoffnung sind zu einem festen Bestandteil des sozialen Gefüges im Fuldaer Land geworden.
Wo Worte berühren: Die Kunst einfühlsamer Gespräche
Der Dienst der Männer und Frauen des Gideon-Bundes geht weit über die Verteilung von Taschenbibeln, christlichen Broschüren und motivierenden Schriften hinaus.
Es sind die tiefgehenden persönlichen Begegnungen, die einfühlsamen Gespräche und die seelsorgerliche Begleitung, die Menschen in schwierigen Lebenslagen stärken und ihnen neue Perspektiven eröffnen.
Gerade in Senioren- und Pflegeheimen zeigen die Gideons besondere Empathie. Durch ihre regelmäßigen Besuche bringen sie Abwechslung und Wertschätzung in den Alltag der Bewohner.
Vor allem aber schenken sie Trost, ein aufmerksames Ohr und eine Brücke zur Außenwelt.
So wirken sie der oft beklagten Isolation wirkungsvoll entgegen. Ihre Zuwendung vermittelt den Bewohnern das Gefühl, gesehen und gehört zu werden.
Auch in Schulen inspirieren die Gideons junge Menschen mit Bibeln und eröffnen ihnen Zugänge zu grundlegenden Werten und ethischen Prinzipien.
Licht und Hoffnung bringen
Ihre Motivation schöpfen die Gideons aus ihrem tiefen Glauben, wie das Zitat aus Matthäus 25,36 verdeutlicht: „Als ich im Gefängnis war, kamt ihr zu mir.“
Die Gideons in Deutschland verstehen diese Worte Jesu Christi als zentralen Auftrag. Er treibt sie an, Licht und Hoffnung an Orte zu bringen, an denen Verzweiflung und Perspektivlosigkeit vorherrschen können.
In enger ökumenischer Zusammenarbeit mit Seelsorgern und Anstaltsleitungen besuchen Gideon-Gruppen regelmäßig Insassen deutscher Justizvollzugsanstalten.
Sie nehmen an Gottesdiensten teil und bieten Einzelgespräche an, die Raum für geistliche Reflexion und persönliche Unterstützung schaffen. So erhalten Inhaftierte wichtige Impulse für eine mögliche Neuorientierung.
Kleine Gesten – Großes bewirken
Das Engagement des Internationalen Gideonbundes im Fuldaer Land ist sozial wie geistlich von unschätzbarem Wert. Die Ehrenamtlichen investieren Zeit, Zuwendung und geistliche Impulse, die oft nachhaltig wirken und weit über den Moment hinaus Bedeutung stiften.
Durch ihre selbstlose Arbeit tragen sie dazu bei, Gemeinschaft zu stärken, Isolation zu durchbrechen und den Glauben an eine bessere Zukunft zu festigen – sei es durch eine einfache, aufmunternde Begegnung oder durch die Verbreitung der Bibel als Quelle von Orientierung und Trost.
„Die durchweg positive Resonanz bei unseren musikalischen Veranstaltungen und aus den besuchten Fuldaer Senioreneinrichtungen zeugt von der Bedeutung dieses Dienstes“, betont der Koordinator der Altenheimseelsorge im Bistum Fulda, Diakon Dr. mult. Meins G. S. Coetsier.
„Der Gideonbund beweist eindrucksvoll, dass kleine Gesten in Altenheimen, Krankenhäusern, Schulen oder Gefängnissen Großes bewirken können – und ist ein unverzichtbarer Segen für die gesamte Region Fulda.“







